In der Berliner Friedenskoordination (FRIKO) treffen sich seit Herbst 1980 VertreterInnen aus weltanschaulich sehr unterschiedlichen Gruppen, um über ihre friedenspolitischen Aktivitäten zu informieren, ihre Arbeit zu vernetzen und gemeinsame Vorhaben zu planen. An der Arbeit der FRIKO beteiligen sich Mitglieder von bezirklichen Friedensgruppen, des DGB und der Einzelgewerkschaften, von Kirchengruppen, Frauen- und Jugendverbänden, von Gruppen, die um Gleichberechtigung und Solidarität für und mit AusländerInnen, ImmigrantInnen und Flüchtlingen kämpfen, AntifaschistInnen, FreidenkerInnen und Einzelpersönlichkeiten, sowie Mitglieder von Parteien über eine gemeinsame Friedensarbeit aus beiden Teilen der Stadt.
Der Protest gegen die Raketenstationierung war die Geburtsstunde der FRIKO, um die zahlreichen Aktionen der vielen Friedensgruppen zusammenzuführen und gemeinsame Vorhaben durchzuführen. Seitdem wurden aus diesem Kreis Anstöße gegeben, Initiativen gestartet und auch in Zeiten der Resignation weitergearbeitet.
Die FRIKO
Nach dem 11. September 2001 erkannte die FRIKO sehr schnell, dass die
Attentate in New York und Washington zum Anlass genommen werden könnten, Kriege in verschiedenen
Ländern zur Neuaufteilung der Welt unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung anzuzetteln und sah
sich durch die von der Bush-Administration benannte "Achse des Bösen" bestätigt.
Sie wandte sich gegen die Beteiligung deutschen Militärs am Krieg gegen Afghanistan
ebenso wie gegen die Pläne eines Krieges gegen Irak.
Sie initiierte ein Berliner Bündnis aus Gruppen und besorgten Einzelpersonen zum
Bush-Besuch im Mai 2002, das sich den Namen "Achse des Friedens" gab.
2003 waren Aktive der FRIKO bei der Vorbereitung der bundesweiten Demonstration gegen den
Einmarsch im Irak beteiligt.
Die FRIKO hält Kontakt zu Friedensbewegungen anderer Länder.
Im Bundesausschuss Friedensratschlag, der aus VertreterInnen der bundesweiten Friedensbewegung
besteht und seit mehreren Jahren das Kasseler Friedensforum organisiert, ist die FRIKO von Anfang an dabei.
Jedes Jahr zu Ostern wird von Gruppen der FRIKO für den traditionellen Ostermarsch ein aktuelles Konzept entwickelt und umgesetzt.
Um sich der Militarisierung der Gesellschaft zu widersetzen, unterstützt die FRIKO Aktionen, die sich gegen öffentliche Gelöbnisse wendet, gestaltet von Zeit zu Zeit Jubelparaden von AMOK, dem Antimilitaristischen Oberjubel K.O.M.I.T.E.E. mit.
Schwerpunkt der aktuellen Arbeit liegt in der Kampagne "Truppen raus aus Afghanistan", die den unverzüglichen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan fordert. Als weiteren Schwerpunkt bringen wir uns anlässlich der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages (2010) in die Kampagnen mit dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt ein und fordern als ersten Schritt dazu den Abzug aller Atomwaffen aus der Bundesrepublik.
Die FRIKO setzt sich dafür ein, dass Konflikte in der Welt ausschließlich mit friedlichen Mitteln gelöst werden.
KEINE GEWALTSPIRALE
KEINE MILITÄRISCHEN EINSÄTZE WELTWEIT!
FÜR DAS FRIEDLICHE ZUSAMMENLEBEN ALLER MENSCHEN WELTWEIT, UNABHÄNGIG VON IHREM GECHLECHT,
IHRER HAUTFARBE; IHRER HERKUNFT UND IHREN RELIGIÖSEN ÜBERZEUGUNGEN
Die FRIKO tagt jeden ersten Sonntag im Monat um 18.30 Uhr im PallasT, Pallas/Ecke Potsdamer
Straße in Berlin-Schöneberg.
Neben der Diskussion eines aktuellen friedenspolitischen Themas koordinieren die teilnehmenden
Gruppen und Einzelpersonen dort gemeinsame Aktionen.
Die FRIKO ist offen für alle Gruppen, denen die Belange des Friedens am Herzen liegen.
Jeder Mensch, der Unterstützung für Aktionen gegen den Abbau von Demokratie und für den Frieden sucht,
ist willkommen.
Post: c/o Laura von Wimmersperg, Hauptstr. 37, 10827 Berlin,
fax: 030 - 782 33 82
fon: 030 - 782 33 82 (Laura von Wimmersperg - Moderatorin), 251 12 97 (Jutta Kausch)
mail: friko-berlin@gmx.de
Spendenkonto: Regina Aram, Berliner Sparkasse,
Konto-Nr. 9902009768, BLZ: 10050000